
Einige invasive Pflanzenarten, die im sächsisch-böhmischen Grenzraum für Probleme im ökologischen Gleichgewicht sorgen (Fotos: S. Klingner)
Deutsch-tschechisches Projekt "InvaArt – Invazní druhy v příhraničí / Invasive Arten im Grenzgebiet"
INTERREG-gefördertes Projekt mit Laufzeit vom 1.7.2026 bis 31.12.2028
Die Ausbreitung invasiver Arten und Neophyten stellt in Sachsen und Böhmen eine zunehmend ernste Bedrohung für die heimische Biodiversität dar. Während viele Pflanzenarten keine Probleme verursachen, gibt es einige, die sich rasant ausbreiten und dabei erhebliche ökologische Schäden bewirken bzw. heimische Arten verdrängen. In unserer grenzübergreifenden Region gehören dazu unter anderem die Vielblättrige Lupine und das Drüsige Springkraut.
Ein Ziel des Projekts InvaArt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und dem Ústecký Kreis ist es, durch aktive Maßnahmen invasive Pflanzenarten zurückzudrängen. Der Lebensraum für heimische, teils sensible oder seltene Pflanzenarten soll so aufgewertet werden. Die Aktivitäten führt eine Gruppe von Projektpartnern beiderseits der Grenze durch, die über jahrelange Erfahrung im praktischen Naturschutz und der Öffentlichkeitsarbeit dazu verfügen: Umweltzentrum Dresden, Förderverein für die Natur des Osterzgebirges, der Landesverein Sächsischer Heimatschutz, Univerzita J.E. Purkyně v Ústí nad Labem, ČSOP Krušnohoří, Grüne Liga Osterzgebirge und nicht zuletzt die Naturschutzstation Osterzgebirge. Assoziierte Unterstützer für manche Aktionen sind die Stadt Dubí, der Staatsbetrieb Sachsenforst sowie AOPK ČR.
Maßnahmen im Projekt sind unter anderem:
- professionelle, wiederholte Entfernung von Vielblättriger Lupine, Drüsigem Springkraut, Staudenknöterich, Eschen-Ahorn oder Kugeldistel auf wertvollen Flächen in Sachsen und Böhmen
- Förderung der heimischen Pflanzenvielfalt, indem auf geeigneten, bearbeiteten Flächen gebietsheimisches Saatgut ausgebracht wird
- Einbeziehung der Öffentlichkeit in die Aktivitäten - Freiwilligen-Einsätze draußen, Bildungsprogramme, Aufklärung der Bevölkerung über invasive Arten
Wir werden in unseren News und anderen Medien von den Projektfortschritten berichten!
Ansprechpartnerin:
Projektkoordinatorin bei der Naturschutzstation OE
Lenka Forkelová
Am Bahnhof 1
01773 Altenberg
Mail: forkelova_at_naturschutzstation-osterzgebirge.de
Tel.: 035056 / 233950
Das Projekt wird gefördert von INTERREG Sachsen-Böhmen.


