
Deutsche und tschechische Teilnehmende lernen, Solarpaneele auf einem Übungsdach zu installieren. (Foto: R. Groß)
Rückblick: Frühlingscamp Erneuerbare Energien für Bildungsakteure
Akkubohrer, Dachhaken, Beamer, Wanderschuhe, … – Ende März fand im Schloss Lauenstein eine besondere Seminarwoche für tschechische und deutsche Bildungsakteure statt: Rund um die Themen Energiewende, Klimawandel sowie nachhaltiges Wirtschaften wurden Fachwissen, Lehrmethoden und Erfahrungen ausgetauscht. Wie können junge Menschen, aber auch Lehrkräfte und andere Bildungsbeteiligte für Erneuerbare Energien sensibilisiert und zum hoffnungsvollen Handeln ermutigt werden – das war die Fragestellung, um die sich alles drehte.
Vorträge, Praxiseinheiten und Exkursionen verschiedener Referierender aus beiden Ländern ermöglichten eine breite Palette an Einblicken: vom systemischen Denken über Methoden des „ortsbezogenen Lernens“ bis zur Funktionsweise von Solaranlagen. Außerdem wurden bereits bewährte Bildungsmaterialien vorgestellt und erprobt – z.B. ein Rollenspiel zur Konzeption von Schul-Solaranlagen, Experimente zur Energieeffizienz und ein Planspiel zur Bewertung kommunaler Klimaanpassungsmaßnahmen.
Unter Anleitung eines erfahrenen Ingenieurs montierten die Teilnehmenden auf dem ebenerdigen Übungsdach des „Solarcamps Altenberg“ gemeinsam Solarpaneele. Einige besondere Einblicke in die wechselhafte Historie des Osterzgebirges boten eine nächtliche Führung im Museum des Schlosses Lauenstein sowie eine Wanderung beiderseits der Grenze, die die Entwicklung der Kulturlandschaft unter harschen klimatischen Bedingungen, fluktuierenden Bergbauerträgen und unterschiedlicher Bodenfruchtbarkeit zeigte.
Das Energiecamp war eine Kooperation der tschechischen Umweltbildungs-Organisation SEVER und der Naturschutzstation Osterzgebirge. Die „Servicestelle Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Grünen Liga Osterzgebirge war ebenfalls wesentlich an der Organisation dieses grenzübergreifenden Projektes beteiligt. Die Teilnehmenden brachten verschiedenste berufliche Hintergründe mit: erfahrene Lehrkräfte von der Kita bis zur Universität, Studierende des Lehramts, der Umweltwissenschaften sowie berufstätige Umweltplaner*innen und außerschulisch tätige Umweltpädagog*innen. Auch in den Pausen gab es daher interessanten Austausch und trotz des englisch-tschechisch-deutschen Sprachgewirrs entstand ein wunderbares Gemeinschaftsgefühl. Die grenzübergreifende Netzwerkarbeit, die mit dem Camp verbunden war, bildete einen wesentlichen Kernpunkt des Projektes. Die Organisatoren bleiben dran, diesen weiter zu stärken und zu vertiefen.
Ein herzliches Dankeschön an das Team des Schlosses Lauenstein für die Unterstützung sowie allen Referent*innen, die diese Seminarwoche mitgestaltet haben!
Das Projekt wurde gefördert von INTERREG sowie Euroregion Elbe-Labe, Projektnummer EEL-0549-CZ-29-05-2025, „Energie budoucnosti spojuje“ – vzdělávací a networkingový seminář pro pedagogy.
Autorinnen: Jana Petzold und Sina Klingner








