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JuNa Lauenstein April 2026 (Foto: P. Miersch)

Freundschaften schließen: Junge Naturwächter der Gruppe Lauenstein gemeinsam in der Natur unterwegs. (Foto: P. Miersch)

Rückblick: Neue Gruppe der Jungen Naturwächter trifft sich in Lauenstein

Tier- und Pflanzenwelt um Schloss Lauenstein erkundet

Ende April traf sich die neue Gruppe der "Jungen Naturwächter" (JuNas) in Lauenstein zum ersten Mal. Zwölf interessierte Kinder hatten sich für das Programm angemeldet. 10:30 Uhr trafen sich Eltern und Kinder am Schloss, um die Umgebung Lauensteins zu erkunden. Da viele der Kinder in Lauenstein wohnen, entschloss ich mich als Waldpädagoge dazu, den Laufweg für den Tag etwas offener an die Kinder abzugeben. Ziel der Veranstaltung war es, der Gruppe die Chance zu geben, selbst untereinander "warm zu werden" und im Programm der Jungen Naturwächter anzukommen. 

Dabei sprachen wir zunächst eher allgemein über die heimische Flora und Fauna. Einige "Waldpädagogik-Klassiker", also Spiele mit Naturmaterial, kamen zuerst zum Einsatz. So suchte sich jeder einen Gegenstand aus der Natur und stellte sich und diesen Gegenstand kurz vor. Dabei wurden diverse Geschichten erzählt oder Informationen von den Kindern preisgegeben.

Zu entdecken gab es ziemlich viel. Die Kinder erhielten Becherlupen, sammelten Pflanzen und untersuchten diese. Viele Kinder interessierte, wie man verschiedene Pflanzen verwenden kann. Der heimische Mischwald bot auch die Möglichkeit, eigenes Wissen zu verschiedenen Nadel- und Laubbaumarten unter Beweis zu stellen. Außerdem ließen sich Insekten beobachten, um sie anschließend wieder freizulassen. Nach der Mittagspause im Wald folgte das Bewegungsspiel "Luchs und Reh". Nach einem Wissensaustausch über die beiden Arten konnten sich die Kinder im Wald verstecken und ich durfte als „Luchs“ nach ihnen Ausschau halten, ohne mich von der Stelle zu bewegen. Für mich als Waldpädagoge war das auch eine gute Möglichkeit, zu testen, ob ich schon alle Namen beherrsche. Dass wir im Anschluss übrigens ein echtes Reh sahen, war ein glücklicher Zufall!

Der Weg vorbei an viel Totholz ließ mich darüber aufklären, dass auch Vorsicht im Wald geboten ist. Immerhin können tote Äste von Bäumen abbrechen. Die Kinder wussten aber auch, dass sich trotzdem viel Leben in toten Bäumen regt. Kurz bevor wir den Wald verlassen wollten, fertigten die Kinder eine sogenannte "Geräusche-Landkarte" an. Sie sollten zehn Minuten leise sein und horchen, welche Tiere oder auch Pflanzen in der Umgebung wahrgenommen werden konnten. Das Geräusch wurde dann bildlich aufgemalt. Dabei landete das eine oder andere Auto auf dem Blatt. Ein Kind mochte nicht gerne malen und nutze die Zeit, um still zu meditieren. Für mich auch eine interessante Erfahrung.

Zum Abschluss spielten wir „1, 2 oder 3“. Dabei wurden Fragen zum Thema Pflanzen gestellt und drei Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Die Kinder sollten sich nun positionieren, je nachdem, welche Antwort richtig war. Bei den Fragen wurde sowohl Wissen behandelt, was wir bereits gelernt hatten, als auch neues Wissen abgefragt. So klang dieser aktive Tag aus - zum Abschluss warteten bereits die Eltern auf ihre Kinder.

Am 23. Mai ist der nächste Praxistag in Lauenstein geplant, bei dem JuNas etwas über heimische Vögel lernen werden. Dann wird auch ein Vogelexperte des Naturschutzbundes vor Ort sein.  

Autor: Philipp Miersch

Interesse? Mehr über Praxistage und Camps der Jungen Naturwächter findet sich hier.


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Online: https://www.naturschutzstation-osterzgebirge.de/ [Stand: 11.05.2026]