Projekte & Aufgaben

Auf der Sachsenhöhe in Bärenstein: Bergwiesen, Wald & Kulturlandschaft sind auf engstem Raum vereint (Foto: Antje Lindner)

Projektupdate Januar 2024

Bergwiesen, Wald, Kulturlandschaft ….

…. sind die prägendsten Elemente im Osterzgebirge und deshalb Gegenstand dieses LEADER-Umweltbildungs-Projektes. Damit wollen wir das Wissen an verschiedene Zielgruppen vermitteln, um diese Biotope dauerhaft und nachhaltig zu schützen und für zukünftige Generationen zu erhalten.

Mittlerweile sind sechs grobe Konzepte für sogenannte „Umweltmedienkisten“ für verschiedene Zielgruppen erarbeitet:

  1. Wanderung um Bärenstein: Bergwiesen, Erzeuger und regionale Produkte entdecken – Für Erwachsene und Familien
  2. Vielfalt Wald von Altenberg über die Zinnwald-Erz Spülkippe nach Bärenstein -  Für Erwachsene und Familien
  3. Steinrücken im Osterzgebirge entdecken – Rundwanderung um und auf den Geisingberg - Für Erwachsene und Familien
  4. Entdeckertour Bergwiese für Grundschüler
  5. Abenteuer Boden für Grund- und Oberschüler: Die geheime Welt unter unseren Füßen.
  6. Expedition Wald für Grundschüler: Die Stockwerke des Waldes

 

Im nächsten Schritt werden jetzt die Materialien zusammengestellt und die Kisten bzw. Rucksäcke gepackt. Wenn wir alles komplett haben, geht es ans Ausprobieren: Die ersten Termine für Wanderungen stehen schon fest. Schauen Sie gern in unseren Veranstaltungskalender und kommen Sie mit!

Für die Weiterführung des Projektes werden wir auch externe Umweltbildner suchen, die auf Honorarbasis für die Naturschutzstation die Veranstaltungen durchführen werden.

Antje Lindner

Ab ins Grüne! Im Projekt werden Umweltbildungsangebote entwickelt, die helfen sollen, Osterzgebirgs-Natur vielen Altersgruppen zu vermitteln. (Foto: A. Wilke)

Projekt "Umweltbildung – Angebote für nachhaltige Entwicklung im Osterzgebirge" (LEADER)

Projektlaufzeit: 01.01.2023 - 31.12.2024

Hintergrund und Motivation

Das Osterzgebirge ist mit einer reichhaltigen Naturausstattung und biologischen Vielfalt gesegnet. Die Geschichte der Region hat die Kulturlandschaft geprägt. Vom einstmals noch im 10./11. Jh. vorherrschenden dunklen undurchdringlichen Waldgebirge (Miriquidi) sind nur ca. 25 % übrig geblieben, wobei die Nadelbaumarten (Fichte und Kiefer) dominieren. Der größte Teil mit 75% wurde seit Mitte des 12. Jh. mit Beginn der bäuerlichen und bergbaulichen Tätigkeiten gerodet. Es entstanden ausgedehnte Siedlungen, Acker- und Wiesenflächen. Die heute noch vorhandenen artenreichen Streuobstwiesen, Bergwiesen und Steinrücken sind Zeitzeugen dieser Tätigkeiten, beherbergen einen einzigartigen Artenreichtum und sind deshalb auch unbedingt schützenswert sowie nach § 21 SächsNatSchG streng geschützt. Nach 1900 wurden entlang von Handelswegen Obstbäume als Verpflegungsmöglichkeit gepflanzt. Auch diese sind zum Teil nach § 28 BNatSchG als Naturdenkmal geschützt.

Jedoch werden auch diese Lebensräume von menschlichen Tätigkeiten (Landwirtschaft, Verkehr, Industrie, Nichtnutzung) und vom Klimawandel beeinflusst, so dass Arten und deren Lebensstätten bedroht sind.

Projektinhalte

Umso wichtiger ist es, diese Zusammenhänge der einheimischen Bevölkerung zu vermitteln, so dass ein schonender Umgang mit Ressourcen und der Naturausstattung in den eigenen Lebensstil übergeht. Ein wichtiges Instrument ist die Umweltbildung, beginnend in den frühesten Kinderjahren und fortgeführt bis zum Rentenalter. Dementsprechend umfangreich und vielfältig müssen die Umweltbildungsangebote sein, um die verschiedenen Zielgruppen angemessen bedienen zu können.

Dem Zitat des Verhaltensforschers Konrad Lorenz folgend „Man liebt nur, was man kennt und man schützt nur, was man liebt“, möchten wir als Naturschutzstation Osterzgebirge innerhalb der Projektlaufzeit mindestens sechs zukunftsfähige "Umweltbildungspakete" zu den Themen Kulturlandschaft, Bergwiesen und Wald entwickeln und erproben.

Ein solches Paket - angedacht sind Kiste, Korb oder Rucksack - besteht einerseits aus der Konzeption einer umweltpädagogischen Veranstaltung und andererseits aus den dazugehörigen Materialien zur Durchführung. Damit möchten wir Ehrenamtliche oder auch Studenten und FÖJler mit Fachvorkenntnissen befähigen, Umweltbildungsveranstaltungen selbständig durchzuführen und somit auch kurzfristig auf Nachfragen reagieren zu können.

Die Konzepte vereinen Naturerleben zum einen sowie Wissensvermittlung und nachhaltige Nutzung zum anderen und werden zum Teil mit praktischen Naturschutzaktionen kombiniert.

Um Anfragen besser koordinieren zu können, wollen wir eine Buchungsplattform erstellen, über die Anfragen eingehen und beantwortet werden und die gleichzeitig einen Überblick über alle Umweltbildungsveranstaltungen und die benötigten Medien gibt.

Wir werden also Natur entdecken, erleben und schützen auf vielen Wegen.

Anika Wilke & Antje Lindner

Haben Sie Fragen zum Projekt? Sprechen Sie mit unseren Projektmanagerinnen:

Naturschutzstation Osterzgebirge e.V.
Anika Wilke & Antje Lindner
Am Bahnhof 1
01773 Altenberg
Tel.: 035056 – 233159
E-Mail: wilke_at_naturschutzstation-osterzgebirge.de oder lindner_at_naturschutzstation-osterzgebirge.de

Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL), Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.

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Online: https://www.naturschutzstation-osterzgebirge.de/ [Stand: 25.04.2024]