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HeuHoj-Camp 2026 (Foto: L. Forkelová)

Die Teilnehmenden beim HeuHoj-Camp brachten auf einer vorbereiteten Wiese eine regionale Saatgutmischung mit zahlreichen ökosystemtypischen Arten aus. (Foto: L. Forkelová)

Gemeinsam für heimische Bergwiesen-Flora: Rückblick aufs deutsch-tschechische Heuhoj-Camp 2026

Die inzwischen zwölfte Ausgabe des HeuHoj-Camps brachte auch dieses Jahr wieder deutsche und tschechische Teilnehmende zusammen – an die Sensen und Rechen, um genau zu sein. Etliche Teilnehmende waren schon zum wiederholten Male dabei und wussten, wie man die Sense effektiv nutzt und welch schonenden Beitrag sie auf heimischen Wiesen leisten kann. Dieses Jahr erlaubte die Förderung des deutsch-tschechischen Fonds INTERREG Sachsen-Tschechien im Projekt „InvaArt“, eine weitere Aufgabe anzugehen: Die Bekämpfung invasiver Pflanzenarten, die heimische Bergwiesenflora bedrohen. 

Gelegenheit zur handfesten Wiesen-Arbeit bot sich in der ersten Camp-Hälfte im Bielatal bei Bärenstein. Dort war die Aufgabe, heimische Bergwiesenpflanzen dadurch zu fördern, dass regional gewonnenes Saatgut ausgebracht wurde. Welche Wirkungen invasive Pflanzenarten wie Vielblättrige Lupine oder Staudenknöterich entfalten können, erfuhren die Teilnehmenden in einem Workshop der Universität Ústí zu den unterschiedlichen Arten.

In der zweiten Camp-Hälfte verlagerte sich das „Basislager“ ins tschechische Telnice. Hier packten die Engagierten unter anderem auf der Schwarzen Wiese (Černá louka) bei Adolfov an. Die bedrohte Heilpflanze Arnika war Zielart der Bemühungen: Eine stark bewachsene Steinrücke musste ausgemäht werden – und zwar in klassischer Handarbeit mit Sense. Der tschechische Staat investiert zwar in das Naturschutzgebiet Černá louka und beauftragt Profis mit geeigneter Technik, die zusammenhängende Flächen mähen. An unebenen, schwierigen Stellen wie einer Steinrücke scheitert diese Technik jedoch. Die Arnika-Pflanzen werden außerdem von einer invasiven Zittergras-Segge bedroht, die bestmöglich entfernt werden musste. Der Beitrag aus dem HeuHoj-Camp ist daher wichtig, um die Arnika-Population zu erhalten. Glücklicherweise war das Wetter wohlgesonnen, die Arbeit ging gut von der Hand.  

Nicht nur ackern, sondern auch Kultur genießen hieß es für die Gruppe, die im Laufe der Woche zu einer echten Einheit zusammenwuchs. Gemeinsam zu wandern - etwa zum Berg Doubravka oder zum Geschichtslehrpfad in Vorder-Zinnwald - und dann abends immer gemeinsam zu kochen, das verband einfach. Auch die Vorbereitungen für die finale Anstrengung, das traditionelle Nachbarschaftsfest in Cínovec, stemmten alle gemeinsam. Eine sommerlich-leichte Brise umwehte dort die tschechischen und deutschen Besucher, die vor und in der Kirche Kultur und Natur aufsogen. Auch hier nutzten Projekpartner aus „InvaArt“ die Gelegenheit, die Öffentlichkeit an Infoständen über invasive Pflanzenarten aufzuklären. Das Fest war auch der öffentliche, offizielle Startschuss zu dem Projekt, das nun bis Ende 2028 läuft.

Ein solches Camp und das Nachbarschaftsfest auf die Beine zu stellen, ist organisatorisch nicht einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Umso wertvoller ist der Naturschutz-Beitrag aller Camp-Engagierten! Das Projekt-Team bedankt sich herzlich bei allen, die das Heuhoj-Camp unterstützten oder direkt daran mitwirkten. Danke und ahoj! 

Übrigens gern schon vormerken: Die nächste Ausgabe des HeuHoj-Camps findet vom 16.-22. August 2027 statt! Mehr Infos hier.

Zum Projekt „InvaArt – Invazní druhy v příhraničí / Invasive Arten im Grenzgebiet" finden sich hier aktuelle Infos.

Gefördert durch INTERREG Sachsen-TschechienSensen für schonendes Mähen auf naturschutzbedeutsamen Flächen (Foto: L. Forkelová)Pause im Grünen gehört natürlich dazu! (Foto: L. Forkelová)Kultur-Exkursion ins Museum (Foto: L. Forkelová)Heimisches Saatgut ausbringen (Foto: L. Forkelová)Projektlogo von InvaArt
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