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  • Mahdwochenende mit Studenten der HTW und weiteren Freiwilligen in Oelsen

Mit Motorsensen, Balkenmäher, Handrechen und Planen ausgerüstet, beseitigten am 3. und 4. Oktober 15 bzw. zehn Helfer den zweiten Wiesen-Aufwuchs von Teilen des Bienhofhanges, des Skihangs im Peterswalder Grund und mehrerer Teilflächen auf der Moggenswiese - insgesamt bearbeiteten sie 4356,8 Quadratmeter Fläche. Es kommt bei dieser „Entwicklungspflege" darauf an, nach der Handmahd das Mahdgut und den Filz gründlich aus der Fläche zu harken, um so Luft, Licht und offene Bodenstellen für bestimmte Pflanzenarten entstehen zu lassen. Gerade seltene Wiesenpflanzen brauchen solche Unterstützung.

Eine Gruppe widmete sich am Sonnabend der Lupinenbekämpfung mit Hilfe von Ampferstechern auf den Mittelwiesen in Oelsen. Lupinen verdrängen heimische Wiesenpflanzen schnell und müssen daher am besten von Hand beseitigt werden.

Der Grund für all diese Aktivitäten: Längere und wärmere Vegetationsperioden, gepaart mit Nährstoffeinträgen, verursachen in den letzten Jahren einen stärkeren und bis weit in den Herbst weiterwachsenden zweiten Aufwuchs der Bergwiesen. Die Bergwiesenflächen des Oelsener Gebietes werden aber derzeit förderungsbedingt meist nur einmal im Sommer gemäht. Im Herbst bildet sich deshalb auf vielen Flächen durch den zweiten Aufwuchs ein Filzteppich, der viele wertvolle Wiesenarten verdrängt. Deshalb versuchen wir seit einigen Jahren, ehrenamtlich die wertvollsten Flächen in Oelsen im Herbst ein zweites Mal zu pflegen. Diese Pflege hat sich als sehr positiv für zahlreiche gefährdete Arten erwiesen.

Doch auch der Zusammenhalt kommt bei derlei Einsätzen nie zu kurz: Fürs Kochen, die gemeinsamen Mahlzeiten, Gespräche und Erfahrungsaustausch sowie Übernachtungen stellte uns Familie Dulas ihr Gelände und Haus wieder zur Verfügung.


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Online: https://www.naturschutzstation-osterzgebirge.de/ [Stand: 05.12.2020]