C3-Projekt

Allee (Foto: J. Weber)

Allee (Foto: J. Weber)

Sommer 2020

Das C3-Projekt läuft nun schon über ein Jahr und im vergangenen Jahr ist viel passiert. In Bezug auf die Pflege der naturschutzbedeutsamen Offenlandflächen und der Regionalen Vermarktung ist viel ins Rollen gekommen. Im Laufe des Jahres haben die ProjektmitarbeiterInnen viele Landwirte und Akteure persönlich getroffen, konnten sich meist auch vor Ort ein Bild machen und haben das Vorhabengebiet und die Leute vor Ort mit ihren Anliegen kennengelernt und verstehen nun die Anliegen und Probleme der Menschen besser.

Hier können Sie sich über unsere Aktivitäten im vergangenen Jahr informieren:

Einweisung in den Reform-Hydromäher (Foto: H. Schmidt)

Einweisung in den Reform-Hydromäher (Foto: H. Schmidt)

Mähtechnik für den Verleih

Im Rahmen des C3-Projektes wurde Mähtechnik angeschafft, die offen für den Verleih zur Verfügung steht. Ein Freischneider mit Blatt oder Faden der Marke Stihl und ein Reform-Hydromäher mit einem 1,2 m breiten Mähbalken. Des Weiteren steht ein Hänger für den Transport der Maschinen bereit.

Sollten Sie Interesse haben, eines der Geräte für die naturschutzgerechte Pflege Ihrer Grünlandfläche zu mieten, wenden Sie sich gern an uns unter 035056-233-159 oder per E-Mail an schmidt(at)naturschutzstation-osterzgebirge.de oder guenther(at)naturschutzstation-osterzgebirge.de.

Die Projektmitarbeiter erhielten im Juli eine offizielle Einweisung in die Geräte durch einen Mitarbeiter der Hummelmühle Lockwitzgrund GmbH, in welcher die Geräte erworben wurden. An dieser Einweisung und sehr informativen Belehrung nahmen auch Teilnehmer des Heulagers der Grünen Liga Osterzgebirge und Menschen im Rahmen ihrer beruflichen Weiterbildung zum Natur- und Landschaftspfleger teil.

Zackelschafe im Pferch (Foto: H. Schmidt)

Zackelschafe im Pferch (Foto: H. Schmidt)

Zackelschafe in Schellerhau

Wer im Sommer aufmerksam durch Schellerhau gegangen ist, wird entlang des Matthäusweges etwa 80 neue Sommergäste entdeckt haben. Seit dem Frühjahr weidet die Zackelschafherde von Sven Körtel in Schellerhau und hilft bei der naturschutzgerechten Pflege der artenreichen Wiesen im Ort.

Diese Nutzung wurde durch eine Vernetzung und Kooperation mit der Agrargenossenschaft Sadisdorf ermöglicht. Im März wurden die ProjektmitarbeiterInnen durch den Schellerhauer Ortsvorsteher Herrn Rümmler in die Ortschaftsratsitzung eingeladen und informierten über das Projekt und die naturschutzgerechte Wiesen- und Steinrückenpflege. Während der Sitzung entstand mit den unterschiedlichen Landwirten und Einwohnern eine angeregte Diskussion und im Anschluss kam diese Kooperation zustande.

Die Zackelschafe sind an den charakteristischen gedrehten Hörnern zu erkennen. Die Schafrasse kommt ursprünglich aus Ungarn und ist eine robuste Rasse, die mit dem Wetter in Schellerhau gut zurecht kommt. Generell sollten Schafweiden allerdings nicht zu nass sein, da sich sonst die Klauen der Tiere entzünden.

Im August fand das jährliche Schellerhauer Naturschutzpraktikum statt, dass durch die Grüne Liga organisiert wird. Nationale und Internationale Studierende waren im Mayenhof zu Gast und lernten das Osterzgebirge kennen und halfen bei der Wiesenpflege. Ein besonderer Programmpunkt war ein Workshop mit dem Schäfer Sven Körtel. Nach einer theoretischen Einführung zur Schafhaltung und Wiesenpflege wurden Schafpferche gebaut und die Herde eingefangen und exemplarisch die Klauenpflege vorgeführt. Nicht nur die Hörner der Schafe sind gedreht, die Herde läuft bei Gefahr auch im Kreis und dreht sich um sich selbst. So befinden sich nur wenige Schafe außen an der Herde "im direkten Angreiferkontakt" und die anderen Tiere werden im Inneren des Kreises geschützt.

Teilnahme am Seminar "Fairpachten"

Die Flächenmanagerin hat im August an einem Seminar Projektes "Fairpachten" der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe in Nossen teilgenommen.

Fairpachten ist das kostenlose Beratungs- und Informationsangebot für alle, ­­die landwirtschaftliche Flächen verpachten und sich mehr Natur wünschen. Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer können sich bei Fairpachten darüber informieren, wie sich in Absprache mit den Landwirtinnen und Landwirten mehr Naturschutz auf Ackerflächen, Wiesen und Weiden umsetzen lässt. So ist es zum Beispiel möglich, eine naturschonende Bewirtschaftung ohne Pestizide oder das Anlegen von Ackerrandstreifen mit Wildblumen in Pachtverträgen zu vereinbaren. (Dieser Textabsatz wurde von der Internetseite des Projektes übernommen - https://www.fairpachten.org/presse.)

Auf dem Seminar gab es die Gelegenheit, das Projekt "Fairpachten" kennenzulernen. Gleichzeitig erfolgte mit den anderen TeilnehmerInnen ein reger Austausch über die  Arbeitsfelder der TeilnehmerInnen und die aktuellen Chancen und Probleme bei den unterschiedlichen Arbeitsaufgaben.

Wollen Sie auch etwas tun? Dann informieren Sie sich gern auf der Internetseite von "Fairpachten" www.fairpachten.org oder wenden Sie sich direkt telefonisch an das Team von "Fairpachten" unter Tel.: 030 284 984 1844 oder an Henriette Schmidt (schmidt(at)naturschutzstation-osterzgebirge.de) und Tel.: 035056 233-159.


© Naturschutzstation Osterzgebirge. Alle Rechte vorbehalten.
Online: https://www.naturschutzstation-osterzgebirge.de/ [Stand: 01.10.2020]