
Konzentriert und kreativ: Junge Naturwächter bauen Igelhäuser beim Praxistag auf dem Permahof zusammen. (Foto: R. Groß)
Rückblick: Junge Naturwächter forschen, wandern und werkeln
Im September trafen sich wieder Junge Naturwächter (JuNas) der festen Gruppe auf dem Permahof Hohburkersdorf bei Hohnstein (Sächsische Schweiz). Bei wunderbarem Herbstwetter sollte es eigentlich um Streuobstwiesen und die Ernte daraus gehen. Doch in diesem Jahr gibt es nur wenige Äpfel, die sich zu Saft, Gelee oder Apfelringen verarbeiten ließen. Auch das geplante Thema Pilze musste kurzfristig geändert werden, denn während wir auf die Kinder warteten, waren aus dem Wald Kettensägen zu hören. Also keine Pilzsuche... Kurzerhand machten wir uns mit drei Alpakas und zwei Eseln vom Hof auf den Weg zum Wachberg, der höchsten Erhebung der Region. Die Tiere freuten sich unterwegs besonders über die Hagebutten am Wegesrand. Für die JuNas gab es während der Wanderung viel zu entdecken und zu beobachten: Wie verhalten sich diese sensiblen Tiere? Was fressen sie? Und wie reagieren sie aufeinander? Zwischendurch sorgten Spiele zur Umweltbildung für viel Spaß.
Oben angekommen, wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt. Umweltbildner Frank nutzte die Gelegenheit, den JuNas zu erklären, wie das Elbsandsteingebirge entstanden ist und welche Prozesse zur Bildung von Quadersandstein führten. Doch nicht nur der Blick in die Ferne war spannend: Auf dem gesamten Weg hielten die Kinder Ausschau nach interessanten Fundstücken am Wegesrand und sammelten Steine, Stöcke und Schneckenhäuser.
Zurück auf dem Permahof gab es zunächst eine wohlverdiente Mittagspause. Danach war Kreativität gefragt. Die gesammelten Naturmaterialien wurden gemeinsam mit Umweltbildnerin Karla bunt bemalt; außerdem baute die Gruppe drei Igelkästen zusammen. Diese bieten den Tieren im Garten eine geschützte Möglichkeit, ihren Winterschlaf zu verbringen. Die Kästen bestehen aus zwei Kammern, sodass die Igel darin vor Witterung und Fressfeinden geschützt sind. So fand jedes Kind eine Aufgabe, die ihm oder ihr Freude brachte. Auch rund um den Hof gab es noch einiges zu beobachten. Eine große Kreuzspinne konnten die JuNas beim Fressen entdecken. Wieder einmal zeigte sich, wie viel es in der Natur zu sehen gibt, wenn man nur genau hinschaut.
Zum Abschluss wurde es für alle beim Stier-Spiel noch einmal richtig lebhaft. Mit viel Freude und Bewegung ließen die JuNas den abwechslungsreichen Praxistag ausklingen.
Danke an alle JuNas, die dabei waren, und an alle, die diesen schönen Tag möglich gemacht haben!
Autorin: Ruth Groß, Naturschutzstation Osterzgebirge e.V.
